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Mithilfe einer differenzierenden und kritischen Anwendung von Separations- und Triangulierungskonzepten entwickelt die Autorin ein psychodynamisch einheitliches Modell für die reiche Phänomenologie weiblicher und männlicher Hysterie. Sie bietet eine Erklärung für das Zusammenwirken präödipaler und ödipaler Faktoren bei der Hysterie und geht bei malignen wie benignen Hysterien von einem gleichen inhaltlichen Grundkonflikt aus. Dieser Grundkonflikt besteht darin, daß das Subjekt versucht, die ödipale Triangulierung im Rahmen einer sexualisierten Beziehungsform mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil zu verwenden, um die fehlende frühe Triangulierung zu erzwingen (weibliche Hysterie) oder zu ersetzen (männliche Hysterie) und damit die ursprünglich nicht gelungene Separation von der Mutter zu erreichen. Rupprecht-Schamperas Theorieansatz erlaubt es, Konversionssymptome in ihrer interaktionellen Funktion zu verstehen, sie aber auch im Gesamtzusammenhang ihrer neurosenspezifischen Bedeutung zu betrachten.