You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das vorliegende Lehrbuch ist in mancher Hinsicht ein »saarländisches Gewächs«. Die beiden Herausgeber sind Saarländer qua Geburt oder langjähriger Berufstätigkeit. Von den insgesamt 79 Autoren sind sechs mit dem Umfeld der Saarländischen Klinik Berus und zwei mit der Klinik Bad Dürkheim -der Mutterklinik von Berus — verbunden. Die Kenntnis der Herkunft der Herausgeber ist bei solchen Integrationsversuchen immer bedeutungsvoll, weil man dadurch wertvolle Hinweise auf die bewußte, aber auch teilweise unbewußte Intention solcher Bemühungen findet. Der Rezensent -ebenfalls ein Saarländer qua Berufstätigkeit — sagt dies deshalb, weil er mit den saarländischen Integrationsbemühungen als Analytiker einigermaßen vertraut ist (Krause, 1990). Man hat in diesem Lande seit einigen Jahrhunderten eine Tradition im »Integrieren« entwickelt, und meine Vorstellung ist, daß diese Tradition mit ihren Stärken und Schwächen ganz ungewollt auch dieses Lehrbuch kennzeichnet. Was also soll integriert werden? Psychoanalyse und Verhaltenstherapie! Für wen soll dies geleistet werden?: (1) für Anfänger, die sich über Psychotherapie informieren wollen; (2) für Lernende, die alles, was sie in der Aus- und Weiterbildung brauchen, in diesem Buch finden können; (3) für den Lehrenden, der alle Ausbildungsinhalte von anerkannten Experten kurz und übersichtlich dargestellt vorfindet; (4) für den Professionellen, der einen Blick über den Zaun werfen will, und für die interessierte Öffentlichkeit.
Das ist kein kleines Publikum, und man ist gespannt, wie Lernende, denen man alles verspricht, was in der Aus-und Weiterbildung gebraucht wird, und Anfänger, die sich orientieren wollen, unter einen Hut gebracht werden sollen. Der Leser wird durch einen fiktiven Waschzettel auf der Rückseite des Deckblattes bereits gewarnt. Es heißt dort: »Soweit in diesem Werk eine Dosierung erwähnt wird, darf der Leser darauf vertrauen, daß Autoren, Herausgeber und Verlag große Sorgfalt darauf verwandt haben, daß diese Angabe