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Seit 1976 gibt es in den USA eine Protestbewegung gegen Pornographie: Ein Snuff-Film (snuff = auslöschen) zeigte die reale Vergewaltigung, Ermordung und Zerstückelung einer Frau. Das war das ultimative Alarmsignal für die Frauenbewegung, ihre namhaften Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen.
Bereits 1968 hatte Stephan Barlay von der Anti-Slavery Society (London) auf die internationale Eskalation des Menschenhandels zwecks Sex Slavery und Herstellung von Pornographie hingewiesen (dt.: Die Sexhändler).
1979 dokumentierte Kathleen Barry den »internationalen Notstand« der Female Sexual Slavery, präzisierte den Begriff und erarbeitete eine historischsoziologische Theorie. Sie bezeichnet Pornographie als »Ideologie des kulturellen Sadismus« (dt.: Sexuelle Versklavung von Frauen, Berlin ).
1980 veröffentlichten Wissenschaftlerinnen diverser Disziplinen (Susan Brownmiller, Phyllis Chesler, Susan Griffin) und Publizistinnen (Robin Morgan, Adrienne Rich, Audre Lorde, Alice Walker, Charlotte Bunch, Gloria Steinem u. v. a.) zusammen mit Krisenzentren und Opfern Fakten und Erkenntnisse hinsichtlich des Zusammenhangs von eskalierenden sexuellen Gewaltverbrechen mit propagierten Greueltaten in pornographischen Massenmedien (Take back the Night. Women on Pornography, herausgegeben von Laura Lederer). Es handelt sich um die erste Dokumentation dieser neuen Civil Rights-Bewegung, die zahlreiche empirische und theoretische Analysen sowie anhaltende Diskussionen auslöste. In der BRD bekannt sind: Susan Griffin (Pornography and Silence, ), Andrea Dworkin (Pornography, ) und die rechtstheoretischen Schriften der Juristin Catherine MacKinnon.
1982 legte diese zusammen mit A. Dworkin einen komplexen Gesetzentwurf vor, dessen erster Teil den »Pornography Victims Protection Act« darstellt.
1984 publizierte Edward Donnerstein (Pornography and Sexual Aggression) empirische Forschungsergebnisse; er trat wiederholt als Experte in öffentlichen hearings auf.
»Men Against Rape and Pornography« und die »