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Die Romantik gilt als Epoche des revolutionären Enthusiasmus, deren Aufbruchstimmung schließlich in konservative, restaurative Strömungen umschlug. Am Beispiel des von Dorothea Schlegel im Jahre 1801 verfaßten Romans Florentin untersucht Erdheim die Gründe für Aufbruch und Rückkehr der Romantiker zur Anpassung an die herrschende Ordnung und die darunter verborgene Sehnsucht nach beruhigender Unbewußtheit. Die Umstrukturierung der Psyche, die Veränderung des Verhältnisses zwischen Es, Ich und Überich sowie der aufgrund soziokultureller Prozesse bedingte Zusammenbruch des Antagonismus von Familie und Kultur, durch den Widersprüche eingefroren und Geschlechtergrenzen restauriert wurden, stehen im Mittelpunkt der Betrachtung.