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Tilmann Moser wirft den Freudianern vor, sie hätten sich zu wenig mit den psychischen Folgen und Spätfolgen des Dritten Reiches bei den nichtjüdischen Deutschen beschäftigt und keine diesen adäquate Behandlungstechnik entwickelt. Zwar konzediert Vogt, daß es Analytiker gebe, die vor allem verkappte NS-Inhalte in Analysen nicht ausreichend zur Kenntnis nehmen und bearbeiten. Aber er bestreitet, daß die psychoanalytische Behandlungstechnik mit ihrer Intensivierung des Erlebens im Rahmen einer Übertragungsanalyse nicht geeignet sei, die Folgen von Traumatisierung und Gewalt angemessen zu thematisieren und zu bearbeiten. Gegen Moser und seine »Inszenierungen« hält der Autor an der Balance des Verhältnisses von innerer und äußerer Realität fest und damit an einem Begriff von Realität, der dem entspricht, den Freud nach der Verabschiedung bzw. Relativierung seiner Verführungstheorie etablierte.