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Siegfried Bernfeld war der Auffassung, eine Geschichte der Pädagogik lasse sich nicht anders denn als Satire schreiben. Und Katharina Rutschky meint, die Erziehungsgeschichte stehe unter dem Vorzeichen einer »Schwarzen Pädagogik«. Demgegenüber vertritt Kraft die Ansicht, man könne die Geschichte der Pädagogik dadurch entzerren und versachlichen, daß man das Instrumentarium der Psychoanalyse einbezieht und speziell den frühen Gefühlen, welche pädagogische Motive begründen und welchen pädagogische Erfindungen zugrunde liegen, Beachtung schenkt. Auf diesem Wege sei es möglich, wie der Autor am Beispiel Pestalozzis illustriert, herauszufinden, wie der latente Text der Theorie auf den latenten Text der Biographie antwortet und was sich daraus für das Verständnis ihrer jeweiligen manifesten Gehalte gewinnen läßt.