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Viele deutsche Psychiater und Psychotherapeuten wurden Ende der siebziger Jahre von Basaglia, Pirella und der italienischen Psychiatriereform aufgerüttelt. Als deren Grenzen deutlicher wurden, ebbte der Reformtourismus wieder ab. In der Psychotherapieforschung war Italien bislang allerdings ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Nur einige wenige Gruppen vor allem in Mailand und Rom haben sich seit Ende der sechziger Jahre auf diesem Feld besonders engagiert und die Kooperationen mit internationalen Gruppen gesucht. 1996 hat zum ersten Mal eine europäische Tagung der Society for Psychotherapy Research am Lago di Como stattgefunden. Daß sich nicht nur der Blick ins an-glo-amerikanische Ausland, sondern auch ins zusammenrückende Europa lohnt, hat Andrea Seganti deutlich gemacht. Er ist einer der international renommiertesten Psychotherapieforscher und seit Jahren eng mit der Ulmer Gruppe verbunden. Als Psychoanalytiker verdient er in privater Praxis seinen Lebensunterhalt und realisiert an der Universität »La Sa-pienza« seine Forscherleidenschaft. Als forschender Psychoanalytiker nahm er an der diesjährigen Standing Conference on Psychoanalytic Research in London sowie an der erstmals in Italien stattfindenden europäischen Konferenz der Society for Psychotherapy Research teil. Eine kleine deutschsprachige Forschergemeinde hatte die Gelegenheit, ihn auf dem 1. Internationalen Workshop zum Zentralen Beziehungskonflikt Thema in Ulm 1995 kennenzulernen.