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Der Autor steht der von John Bowlby begründeten Bindungs-forschung nahe und stellt Ergebnisse seiner im Rahmen des Londoner Eltern-Kind-Projektes durchgeführten empirischen Langzeituntersuchung zur Entwicklung des Bindungsvermögens von Kindern vor. Anhand von Erwachsenen-Bindungsinterviews und der Untersuchungsmethode »Fremde Situation« sowie verschiedener anderer Tests wird die Herausbildung der inneren Arbeitsmodelle untersucht und der Frage der intergenerationellen Transmission mentaler Bindungsrepräsentanzen nachge-gangen. Fonagy hebt in der Zusammenfassung der Ergebnisse die zentrale Bedeutung metakognitiver, selbstreflexiver Fähigkeiten der Bezugsperson hervor, die das Kind als ein mentales, mentalisierendes, wünschendes Selbst repräsentiert. Das Kind fühlt sich sicher gebunden, kann über die Identifikation mit seinem Containing-Objekt eigene metakognitive Fähigkeiten entwickeln und sich als denkendes Selbst begreifen.