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Im Vergleich zweier Tragödien von Sophokles, Aias und Ödipus, arbeitet Green einleitend die Unterschiede zwischen den Kulturen der Scham und den Kulturen der Schuld heraus. Anschließend entfaltet er seine Typusbeschreibung des moralischen Narzißmus, den er der Kultur der Scham zurechnet. Unter moralischem Narzißmus versteht der Autor den Sieg des Triebverzichts über die Befriedigungen der Illusion bzw. den Sieg des Über-Ich im Kräftespiel mit dem Ich-Ideal. Green, der in der Askese und der Affektverhaltung wichtige Merkmale des moralischen Narzißmus sieht, beschreibt die zugehörige Konfliktebene sowie die entscheidenden Abwehrformen des moralischen Narzißten. Er stellt des weiteren deren Psychodynamik dar, nimmt eine metapsychologische Einordnung vor und schließt mit einer Darstellung der durch Scham, Stolz und Ehre bedingten technischen Schwierigkeiten in der Behandlung.