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Das vorliegende Buch beruht auf einem großen Forschungsprojekt, in dem Störungen der nonverbalen affektiven Kommunikation schizophrener Patienten während dyadischer Interaktionen mit gesunden, über die Pathologie der Patienten nicht informierten Gesprächspartnern untersucht wurden. Es stellt einen wichtigen Durchbruch dar in unserem Verständnis darüber, wie die schizophrene Psychopathologie im Verhalten ihren Ausdruck findet und wie gerade diese Verhaltenscharakteristika die soziale Umwelt beeinflussen. Die Arbeit zeigt auf, wie das »Praecox-Gefühl« zustande kommt, d. h. wie die Patienten dieses Gefühl in anderen induzieren, besonders wenn es sich um Psychiater oder Psychotherapeuten handelt. In einem weiteren Sinne hilft dieses Werk in hohem Maße unser Wissen über die unbewußten und bewußten aktuell wirksamen Kommunikationsweisen in zwischenmenschlichen Interaktionen aufzuhellen.
Ein Hauptproblem in der Analyse von übertragungs- und Gegenübertragungsmanifestationen in Psychotherapien war und ist die genaue Beschreibung der basalen Bausteine, über die sowohl intuitiv-empathische als auch »gestörte« Reaktionen induziert bzw. übermittelt werden. Wir alle wissen, daß neben dem verbalen Verhalten von Patienten, d. h. dem Inhalt der sprachlich gefaßten subjektiven Erfahrungen, auch das nonverbale Verhalten, einschließlich des linguistischen wie paraverbalen Sprachstils, den Rezipienten im allgemeinen und besonders stark die Gegenübertragung des Psychotherapeuten beeinflußt. Aber was bis heute fehlte, ist das präzise Verständnis der nonverbalen Kommunikationskanäle, die in diesen Prozeß involviert sind, sowie deren Beziehung zum affektiven System des Patienten. Es geht um die Frage, wie die Beziehung zwischen der Motivations (Trieb)-Konstellation des Patienten und seinen affektiven Expressionen einerseits und den affektiven Antworten in der Gegenübertragung des Therapeuten andererseits gestaltet sind. Zwar wurden in den Beschreibungen primitiver Abwehroperationen, die als