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Der Autor unternimmt den Versuch, eine speziell auf die psychoanalytische Situation zugeschnittene Hermeneutik zu entwickeln, die nicht in erster Linie auf eine wissenschaftliche Typisierung der Psychoanalyse angelegt ist, sondern das Verständnis des psychoanalytischen Verständnisses selber vertiefen soll. Wie die Psychoanalyse und die analytische Situation, in der sprachliches Verstehen zentral ist, bezieht sich auch die psychoanalytische Hermeneutik auf Sprache. Nach einem systematischen historischen Abriß des Begriffs Hermeneutik entwickelt Raguse eine psychoanalytische Hermeneutik als »Kunstlehre« sprachlichen Verstehens. In Analogie zur literarischen Hermeneutik arbeitet er »Kunstregeln« einer psychoanalytischen Hermeneutik heraus, die er unter verschiedenen Aspekten näher erläutert. Abschließend unternimmt Raguse den Versuch, unter Rückgriff auf die Semiotik innerhalb des an Sprache orientierten Verständnisses der Psychoanalyse den Ort zu finden, an dem naturwissenschaftliches Denken seinen Platz haben könnte.