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Im Gegensatz zu neueren Tendenzen in der amerikanischen Psychiatrie, den moralisch belasteten Begriff der Perversion zugunsten des eher deskriptiven der Paraphilie aufzugeben, plädiert der Autor für die Beibehaltung des Perversionsbegriffs auf der Grundlage einer genuin psychoanalytischen Definition. Diese umfaßt Sexualisierung, vertikale Spaltung und individuelle Psychodynamik. Dabei hat Sexualisierung die Funktion, ein strukturelles Defizit auszufüllen; vertikale Spaltung besagt, daß die Persönlichkeit des Perversen aus einem angepaßten Teil besteht, der die perverse Neigung verdammt, und einem anderen, der das perverse Verhalten ausagiert; hinsichtlich der Psychodynamik geht der Autor von einer breiten Streuung seelischer Faktoren aus, bei gewöhnlich tiefer narzißtischer Störung. Behandlungstechnisch ist dabei von Relevanz, daß die Spaltungstendenz im Patienten vom Analytiker aufgegriffen wird und sich in entsprechenden Übertragungs- und Gegenübertragungsformen widerspiegelt.