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Da es Freud - so der Autor - nicht gelang, seine klinischen Beobachtungen mit der zeitgenössischen Neurophysiologie in Einklang zu bringen, versuchte er, die Psychoanalyse mit Hilfe einer spekulativen Metapsychologie in der Biologie zu verankern. Epistemologische Einwände haben zum Verzicht auf seine Formulierungen als einer wissenschaftlichen Theorie geführt, auch wenn diese Terminologie nach wie vor von vielen metaphorisch benutzt wird. Andere bestreiten die Notwendigkeit einer generellen Theorie psychischer Funktionen. Manche Theoretiker wollen die Psychoanalyse auf eine hermeneutische Grundlage außerhalb der Biologie stellen; sie grenzen ihr Feld auf die psychischen Inhalte ein, arbeiten aber häufig mit Konzepten, die auf metapsychologischen Grundannahmen beruhen. Da die Bedeutungen solcher Inhalte schwierig zu bestimmen sind, plädiert Gedo dafür, ihre analytische Deutung in Zusammenarbeit mit den Analysanden zu »konstruieren«. Gleichzeitig können qualifizierte Beobachter zuverlässige psychobiologische Daten sammeln und Wissen über Kognition, Affektivität, Kommunikation und die Regulation des Verhaltens zusammentragen - Aspekte, die Freud mit der ökonomischen bzw. strukturellen Perspektive erfaßte. Daher sollte dem Autor zufolge die analytische Theorie zu den Erkenntnissen der Semiotik, Kognitionspsychologie und Hirnforschung in Beziehung gesetzt werden.