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Das Dictionnaire de la psychanalyse von Roudinesco und Plon enthält 598 Einträge (im Vergleich dazu: Charles Rycrofts Critical Dictionary of Psychoanalysis hat 600 Einträge, das Vocabulaire da lapsychanalyse von Laplanche und Pontalis 417), sein Anspruchist umfassend: »Es ist nicht nur ein Lexikon oder ein Fachwörterbuch, und es beschränkt sich auch nicht ausschließlich auf die Freudschen Entdeckungen. Es beabsichtigt die Erfassung und Klassifikation aller Elemente des Denksystems der Psychoanalyse, wie es sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts als eigenes Fachwissen herausgebildet hat und stellt dessen Aufbau dar. Dieses System basiert auf einem sich in ständiger Weiterentwicklung befindlichen Konzept, einer Geschichte und einer Lehrmeinung (dem Freudschen Werk), ebenso wie auf einer Genealogie von Lehrern und Schülern und einer Politik« (S. 9). Dieser Perspektive entsprechend beziehen sich die Einträge bei Roudinesco und Plon auf verschiedene Bereiche wie: »die Konzepte, die Länder, in denen sie Verbreitung fand (23), die Biographie ihrer Vertreter (von der Geburt bis zum Tod), die von der Psychoanalyse erfaßten und verarbeiteten psychopathologischen Erscheinungen, die Wissenschaftler, die von ihr inspiriert wurden oder von denen sie sich inspirieren ließ (Psychiatrie, Anthropologie etc.), die paradigmatischen Fallgeschichten (oder prototypischen Analysen), an denen sie ihre klinische Methode entwickelte und demonstrierte, die von ihr eingeführten und angeregten Behandlungstechniken und die psychischen Mechanismen, auf denen diese beruhen, die von ihr hervorgerufenen und/oder durch sie mitbestimmten Denk- und Verhaltensweisen im Hinblick auf die Geburt, auf die Familie, den Tod, das Geschlecht und den Wahnsinn, ihre Gründungsinstitutionen, sowie der Freudianismus selbst mit seinen verschiedenen Schulen und seiner Historiographie, ebenso wie die widersprüchlichen Auswirkungen ihrer Entdeckungen auf andere intellektuelle, politische oder religiöse Bewegungen