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In Eigen- und Selbstanalyse gewonnene Einsichten lassen sich nicht umstandslos auf PatientInnen anwenden: Dieser Befund gilt in ähnlicher Weise für den Zusammenhang von Psychoanalyse und Organisation. Doch im Gegensatz zu Vertretern einer — unter Berufung auf die Luhmannsche Systemtheorie — strikten Unvereinbarkeit psychoanalytischer Überlegungen und organisationsspezifischer Probleme plädiert der Autor zugleich für die Dekonstruktion der familialistischen Engführung des Unbewußten und die Fruchtbarkeit psychoanalytischer Erkenntnisse für die Darstellung und Lösung organisationeller Probleme, nicht zuletzt der Psychoanalyse als Organisation selbst. Auf der Grundlage der Theorie offener Systeme und des Bionschen Gruppenmodells, das seine organisationsspezifische Anwendung in Analysen des Tavistock Institute of Human Relations gefunden hat, entwickelt der Autor seine Gedanken zu einer weitergefaßten psychoanalytischen Organisationsanalyse und benennt strukturelle Probleme und Konflikte der psychoanalytischen Arbeit wie Organisation.
»Alles, was ich zu tun habe, besteht darin, es Theorien aus verschiedenen Feldern zu ermöglichen, einander zu befruchten.«