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Théorētra, pl. n.: »Geschenke, die der Verlobte der Verlobten überreicht, wenn sie sich ihm unverschleiert zeigt.« Chantraine, Dictionnaire étymologique de la langue grecque (II. 433).
Einige denken, daß der Sinn der analytischen Reise dazu verpflichtet, eine Vielzahl von Theorien in die Praxis umzusetzen, die bereits von anderen in die Praxis umgesetzt wurden. Das unterstellt, daß Spekulation und Praxis unterschiedliche Bereiche darstellen. Sie denken auch, daß es das beste sei, was einer Idee passieren kann, wenn sie sich in manipulierbaren Objekten auf den Weg begibt.
Auf der Couch oder im Sessel passiert es allerdings manchmal, daß ein Wort Sie auf eine Reise mitnimmt. Auf mannigfache Weise. Ein Eintauchen in die Etymologie und in die Kryptologie zerstört dann jene segregative Sicht. Die Untersuchung des Wortes Theorie (der Titel unseres Kolloquiums: Theory in practice) gibt dies wieder. Dieses Wort führt durch den Sinn von: Leuchten, Reise, Schauspiel, Befragung des Orakels, Schauplatz dieser Befragung, Spekulation, Ort der Spekulation, Stimmigkeit des Denkens usw., und mündet in die völlige Aufhebung der besagten Differenz von Theorie und Praxis. Und das durch seinen Sinn von Théorētra.
Théorētra geschieht zwischen dem Verlobten und der Verlobten. Beide erwarten gegenseitige Gaben: ihre wird der gelüftete Schleier sein, seine die dargereichten Geschenke. Der Augenblick der Théorētra, nennen wir ihn theoretrisch, besiegelt den Pakt einer langen künftigen Reise, die unauffällig, sicher, theoretisch-praktisch, theoretrisch angekündigt wird vom Leuchten (théo), das durch den sich lüftenden Schleier dringt.
Dieses Geschenk der Griechen fürchte ich keineswegs. Denn dieses Wort ist wichtig für mich. Ich lauere der Ankunft seiner Evidenz auf, zumal bei den »Erstgesprächen«, und am Ende der Analyse, aber auch das