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Deister stellt in seinem Buch die psychoanalytische Untersuchung von 20 Patienten vor, die sich einer aortokoronaren Bypass-Operation unterzogen haben. Er erfaßt und analysiert deren Psychodynamik und affektiv-kognitive Reaktionen prä- und postoperativ in 62 Protokollen und arbeitet die Psychosomatik der koronaren Herzkrankheit sowie die Bewältigung der Bypass-Operation und des operativen Verlaufes auf. Eine modellhafte Falldarstellung erleichtert uns den Zugang zu seiner komplexen Arbeit.
Ein 47jähriger Möbelspediteur, der durch stetes hartes Arbeiten vermögend geworden ist, träumt von einer Massenkarambolage mit vielen Toten, nachdem er seinen Arzt von einer fünfprozentigen Todesrate bei der anstehenden Bypass-Operation sprechen gehört hat. Er bannt seine Angst, indem er sich als Privatpatient an einen anderen Professor wendet. Trotzdem macht er aus Sorge sein Testament. Im letzten psychotherapeutischen Interview erzählt er dem Therapeuten unter heftigen Gefühlen von seiner Zuneigung zu seiner Tochter, seinem Groll auf seinen Schwiegersohn und seiner Fürsorge für seinen Enkel. Er erwähnt die Phantasie, nach der Operation mit seiner Tochter und seinem Enkel ein paradiesisches Leben in Kalifornien führen zu wollen. Dabei wird die ödipale Dimension durch den präödipalen Wunsch nach mütterlicher Wiedergutmachung ergänzt. Die Operation