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Hamburger legt in diesem Band zur psychoanalytischen Entwicklungspsychologie das Produkt einer zehnjährigen Auseinandersetzung mit dem Thema »Psychoanalyse und Sprache« vor. Selbst praktizierender Psychoanalytiker, widmete er sich schon während seiner Assistentenzeit bei Prof. W. Mertens in München sprachphilosophischen, linguistischen und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen, die er mit Perpektiven der psychoanalytischen Entwicklungspsychologie zu verbinden versuchte. 1987 publizierte er seine Dissertation Der Kindertraum und die Psychoanalyse, ein sehr lesenswertes Buch, das er selbst als »Entwicklungspsychoanalyse des Traums« bezeichnet und damit auch die Verbindung mit seiner neuen Publikation offenlegt, die er wie folgt einleitend charakterisiert: »Was ich auf den folgenden Seiten, oft tastend, beginne, ist ein Brückenbau zwischen zwei ursprünglich wohl verbundenen, inzwischen aber weit auseinandergedrifteten Kontinenten, die sich zudem noch in heftiger innerer Bewegung befinden und entsprechende tektonische Spannungen aufweisen. Der Brückenbau im engeren Wortsinn scheidet daher aus; ich würde es eher eine Luftbrücke nennen, einen Ozean-Pendelflug, von einer Hauptstadt zur anderen, aber auch in weniger besiedelte Landstriche, mit Zwischenlandungen auf Interims-Rollfeldern« (S. 9). Wie dieses Zitat illustriert, ist es u. a. die Freude des Autors an einer metaphernreichen, bildhaften Sprache, die das Lesen dieses Buches zu einer ebenfalls lustvollen Reise durch zwei interessante Wissensgebiete, Psychoanalyse und Psycholinguistik, werden läßt. Neugier und Wünsche, Neues aus diesen Gebieten zu erfahren, werden ebenso befriedigt wie jene, Anregungen für eigene Gedanken und für das Verständnis klinischer Phänomene zu gewinnen. Auch die Mischung zwischen einer präzisen Wiedergabe von Forschungsergebnissen, z. T. in übersichtlichen Tabellen, Illustrationen mit Fallskizzen und Passagen aus Originaltexten, und eigenen Hypothesen und Interpretationsvorschlägen träg