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Das Buch handelt von einer Phantasie (nur um eine solche handelt es sich für den Autor, dem andere Begriffe weniger geeignet erscheinen), von einem ihr entsprechenden, historisch sich abwandelnden Deutungs- und Gestaltungsmuster, das im Abendland seinen paradigmatischen Ursprung in der biblischen Erzählung vom Paradies, der Vertreibung aus ihm und schließlich der jüdisch-christlichen, übrigens auch islamischen, Vorstellung eines endzeitlichen Paradieses hat. (Das Elysium des griechischen Kulturerbes sollte nicht vergessen werden.) Genau besehen, ist das biblische urzeitliche Paradies keine Phantasie ungetrübter Einheit, vielmehr eine der hierarchischen patriarchalen Macht, verbunden mit Verboten, die zum Aufbrechen dieser Einheit führen. Das endzeitliche Paradies, das neue Jerusalem oder wie die Bilder des messianischen Reiches auch lauten, soll diese Mängel nicht mehr aufweisen.
Diese Phantasie hatte über Jahrtausende ihre gestaltende Kraft bewiesen, zuletzt über Geschichtsphilosophie und kommunistische Ideologie. Heute zerbröckelt sie, es wird über Utopieverlust geklagt. Der Autor hätte aber auch an die erstarkenden eschatologischen Sekten wie die Sonnentempler und an den alle Religionen durchziehenden fanatischen Fundamentalismus mit seinen Spaltungen (Abspaltung statt Integration) denken können. Die geschichtliche Abfolge spiegelt sich, was die europäische Entwicklung betrifft, am genauesten in der Literatur, der auch der Hauptteil des Buchs gewidmet ist. Heute ist eine psychoanalytische Deutung an der Zeit.
Diese freilich ist selbst z. T. Ergebnis beklagter Verluste. Die dieses Buch durchgehend bestimmende Deutung, es handele sich bei der Paradiesesvorstellung um die ursprüngliche, womöglich vorgeburtlich verschmolzene, narzißtische Einheit mit der Mutter, die regressiv mit den Gefahren, verschlungen, zurückgewiesen oder durch rettenden Abschied schuldig zu werden, wieder gesucht oder angstvoll gemieden wird, hat, wie das Buch besonders in seinem literarischen Te