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Die in diesem Heft versammelten Beiträge zeichnen eindrücklich das Spannungsverhältnis nach, in dem Ferenczis Werk anzusiedeln ist. Der Triebtheorie verpflichtet, die er biologisch fundierte und erweiterte, gibt er zugleich erste Anstöße für die Entwicklung einer Objektbeziehungstheorie aufgrund der Zentrierung seiner Aufmerksamkeit auf das unbewußt und bewußt motivierte Zusammenspiel zwischen Arzt und Patient im Hier und Jetzt der psychoanalytischen Behandlung. Seine Lust an der theoretischen Spekulation, die ihn engstens mit Freud verband, ist nicht von seinen technischen Experimenten zu trennen — und hier unterscheidet er sich von Freud —, die ihm dazu dienten, auch schwerst gestörte Patienten psychoanalytisch zu behandeln. So ist Ferenczis Schaffen in eine psychoanalytische Orthodoxie eingelassen, die er gleichzeitig nachhaltig in Frage stellt.
Die hier abgedruckten Arbeiten zeigen unmißverständlich, daß eine Ferenczi-Rezeption nicht möglich ist, ohne zugleich Stellung zu beziehen zu dem Totschweigen und den bösartigen Verunglimpfungen eines der kreativsten Pioniere der Psychoanalyse, eines eigenständigen Denkers, Freuds langjährigen Freundes, Weggefährten, Vertrauten, Gesprächsund Briefpartners. Carlo Bonomi berichtet über die von Jones im dritten Band seiner Freud-Biographie ausgestreuten Verleumdungen Ferenczis, die willig von der psychoanalytischen Community übernommen wurden. Die haßvolle Verfolgung Ferenczis und seines Werks in den letzten Jahren vor und nach seinem Tod führt Bonomi darauf zurück, daß er in der Tat zur blinden Identifizierung mit der Sache nicht fähig war. Diese begrüßenswerte Haltung wurde ihm allerdings als psychische Schwäche, ja psychotische Verwirrung ausgelegt. Rand und Torok zeichnen in ihrem Beitrag anhand der Auswertung ausgewählter unveröffentlichter Briefe zwischen Freud und Ferenczi aus den Jahren 1929-1932 den schmerzlichen Prozeß wechselseitiger Kränkungen nach.
Das Totschweigen Ferenczis und seine Ausstoßung aus der psychoanal