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Das Verständnis der Gegenübertragung als wesentliches Instrument psychoanalytischer Technik ist eng mit den Arbeiten Sándor Ferenczis verknüpft. In seiner umfassenden Überblicksarbeit beschreibt der Autor Ferenczi als Pionier der Gegenübertragungsanalyse, der seine Auffassung von Übertragung und Gegenübertragung — in Abgrenzung zu Freud, der in der Gegenübertragung eher ein Hindernis sah — zu einem therapeutischen Mittel entwickelt, mit dem sich das Unbewußte des Patienten, später auch des Analytikers erfassen und verstehen läßt. Diese Auffassung wurde in den fünfziger Jahren von Balint, Bion, Heimann, Winnicott, Little und anderen aufgegriffen und weiterentwickelt. Mit seiner radikalen Umkehrung der Chirurgen-Metapher, seiner Unterstreichung von Einfühlung legt Ferenzi die Grundlagen einer Theorie der Gegenübertragung als mütterliche Dispositon. Abschließend diskutiert Martin Cabré das von Ferenczi in seinem Klinischen Tagebuch entfaltete, umstrittene Konzept der mutuellen Analyse, das insbesondere von Winnicott praktiziert wurde.