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Ferenczis Weiblichkeitstheorie, bruchstückhaft und unübersehbar an Freuds phallisch-monistischer Weiblichkeitstheorie angelehnt, ist der Autorin zufolge »hermetisch und unhinterfragbar in phylogenetische Urgründe« eingelassen. In seinem wissenschaftlich-phantasievollen Versuch einer Genitaltheorie von 1924 entfaltet Ferenczi seine ontogenetischen Überlegungen zur »Universalität des maternalen Regressionszuges«, der seine phylogenetischen Entsprechung im »thalassalen Regressionszug« findet. Die Mutter, bei Freud Objekt sexueller Begierde, ist bei Ferenczi überwiegend ein haltender, Allmacht versprechender Mutterleib, in den der Mann im Befruchtungsakt sehnsüchtig zurückkehrt. Die Frau sieht Ferenczi in der alleinigen Funktion als Mutter, und nur in passiver Identitifizierung mit dem Mann oder Kind kann auch sie ihre Sehnsucht zur Rückkehr in den Mutterleib befriedigen. Die Autorin diskutiert und kritisiert abschließend einige Ansätze moderner Theorien zur Weiblichkeit, die Ferenczis Reduzierung der Frau auf ihre mütterliche Funktion aufgegriffen und weiterentwickelt haben.