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Aufgrund einer eingehenden Lektüre der Arbeiten Ferenczis und seines wissenschaftlichen und »autoanalytischen« Briefwechsels mit Freud zeigt der Autor den bedeutenden Beitrag auf, den das Werk des ungarischen Psychoanalytikers zum Thema der komplexen Beziehungen zwischen Psychoanalyse und Biologie leistet. Ferenczi betrachtet das Unbewußte als okkultes Phänomen, das eine direkte Gedankenübertragung zwischen Subjekten ermöglicht, und beschränkt seelische Wirklichkeit auf Organmanifestationen, in denen er nach der materiellen Spur traumatischer Szenen und erlebter Ereignisse sucht. Freud dagegen, der sich bereits intensiv mit Sprache und Sprechen auseinandersetzt, distanziert sich vorsichtig von dieser Auffassung des Unbewußten als einer Körperschrift und betrachtet sie als Auswirkung der Entstellung signifikanten Materials, das sich zweifellos aus körperlichen Spuren ergibt, der trügerischen Evidenz der sinnlichen Welt jedoch immer stärker entrückt erscheint.
»Die Blase [lernt] vom Mastdarm etwas Zurückhaltung, der Mastdarm von der Blase etwas Freigebigkeit«