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Die Analyse nähert sich der Geschichte von Blumfeld und seinen tollen Bällen und deren möglicher Bedeutung auf mehrfachen Wegen: neben dem psychoanalytischen auch dem inhaltlich-semantischen und dem erzähltechnischen. Grundlage der analytischen Deutung ist dabei kein metatheoretisches Konstrukt, sondern die Gegenübertragung (in ihrer weitesten Bedeutung: als Gesamtheit der im Leser durch den Text ausgelösten Phantasien und Gefühle). Auf allen Ebenen sind zwei sich bekämpfende Tendenzen ausmachbar: Ausstoßung (Abspaltung, Projektion, Ironisierung) und Identifikation. Bleibt die Frage nach der Bedeutung der Bälle auch letztlich offen, so wird doch erkennbar, daß wir uns mit der Fragestellung selbst schon zum Spielball Kafkas gemacht haben. Im letzten Teil erörtert die Autorin methodologische Fragen zum Verhältnis von Psychoanalyse und Literaturkritik. Ihr Fazit: Die Bearbeitung der Figuralität in enger Verknüpfung mit den Affekten bildet das gemeinsame Zentrum der beiden.