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Autoren und Autorinnen aus jüngerer und jüngster Zeit (Carles Egea, 1983; Carpintero und Mestre, 1984; Pérez Sánchez, 1984 und 1990; Muñoz Gonzales, 1987; Muñoz, 1989; Bermejo Frígola, 1993), die sich mit der Geschichte der Psychoanalyse in Spanien beschäftigen, betonen den Widerspruch zwischen reger publizistischer Aktivität insbesondere innerhalb der ersten 30 Jahre dieses Jahrhunderts und der späten Institutionalisierung der Psychoanalyse in den beginnenden fünfziger Jahren. Obwohl sie auch auf die Rezeption von Freud durch die Psychologie, die Pädagogik und die Rechtswissenschaften aufmerksam machen, so wird doch recht deutlich, daß sie sich eine Anerkennung von der Medizin, insbesondere der Psychiatrie gewünscht hätten, die allerdings ausgeblieben ist. Die Rezeption der Psychoanalyse durch die Psychiatrie erfolgte ausschließlich Über die Kritik ihrer Eckpfeiler, sei es, daß ihre Vertreter die infantil sexuelle Genese der Neurose in Frage stellten, sei es, daß sie das Freudsche Konzept des Unbewußten zugunsten der Annahme vom kollektiven Unbewußten Jungs aufgaben (vgl. insbes. Carpintero und Mestre, 1984). Völlig fremd und unverstanden blieb den praktizierenden Psychiatern die psychoanalytische Behandlungsmethode, die sie entweder mit der Beichte verglichen oder durch Ausfrageverfahren (vgl. insbes. Carpintero und Mestre, 1984) ersetzten.
Hellsichtig hatte José Ortega y Gasset, ein ausgezeichneter Freud-Kenner, bereits im Jahr in seinem Artikel »Psicoanálisis, ciencia problemática« (Die Psychoanalyse, eine problematische Wissenschaft) die Psychoanalyse im Gegensatz zu den medizinisch-psychiatrischen Verkürzungen und Entstellungen der Praxis und Theorie Freuds so gekennzeichnet: »Das Charakteristische der Psychoanalyse, die aus einem therapeutischen Bedarf heraus entstanden ist, besteht darin, daß sie, die Grenzen einer rein psychologischen Sichtweise Überschreitend, sich in der Metaphysik oder an den metaphy