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Welche Funktion und Dynamik hat Neid im Rahmen psychotischer Erkrankungen? Um auf diese Ausgangsfrage eine Antwort zu finden, stellt der Autor zunächst entwicklungspsychologische und metapsychologische Überlegungen zur Selbst-Objekt-Differenzierung an. Daraufhin widmet er sich der Psychogenese und Psychodynamik des Neides und skizziert dessen Wirksamkeit auf vier unterschiedlichen Entwicklungsstufen: der phallischen, analen, oralen und narzißtischen Stufe. Anschließend entwickelt der Autor seine zentrale Hypothese, der zufolge früher zerstörerischer Neid nicht in jeder Psychose auftrete: Bei schizophrenen Psychosen sei Neid nicht sichtbar; bei der affektiven Psychose gehöre er nicht zur Kernsymptomatik; bei der schizoaffektiven Psychose jedoch sei Neid eine typische Symptomatik und charakteristischer Bestandteil. Anhand zweier ausführlicher Falldarstellungen exemplifiziert der Autor seine Hypothese.