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In den letzten Jahren ist das Einpersonen-Modell der klassischen Psychoanalyse zunehmend von einem Zweipersonen-Modell, das die Intersubjektivität von Analytiker und Analysand betont, abgelöst worden. Paniagua unterzieht die neuen vor allem in den USA entwickelten Interaktions- und Intersubjektivitätskonzepte einer kritischen Betrachtung, wobei er insbesondere die »Radikalität der Intersubjektivitätshypothese« Owen Reniks unter die Lupe nimmt. Dessen überspitzte Position, in der das technische Vorgehen der »Selbstenthüllung« zentral ist, erinnere an Ferenczis gescheitertes Experiment der mutuellen Analyse, und auch die Ansicht, daß das Enactment der Gegenübertragung der Bewußtmachung regelmäßig vorausgehe, sei eine konstruktivistische Übertreibung. Paniagua schließt sich der von Glen O. Gabbard vertretenen Auffassung an, der zufolge Bedeutungen entdeckt wie auch konstruiert werden.