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Der Beitrag beginnt mit einer erneuten Untersuchung von Sokrates' therapeutischer Absicht und Platons Revisionen der psychologischen Theorie und Methode angesichts des Versagens von Sokrates. Lear argumentiert, daß diese Revisionen eine Erkenntnis des Phänomens der Übertragung verkörpern, nämlich die charakteristische Aktivität der Psyche, eine sinnvolle Welt zu konstruieren, in der sie leben kann. Freuds frühes Konzept der Übertragung - die Übertragung von psychologischem Gehalt durch Raum und Zeit - wird aufgrund der Annahme, die Welt sei bereits gegeben, unabhängig von jeglicher psychischer Aktivität, kritisiert. Freuds späteres Konzept der Übertragung als eine Wiederholung wird dann angesichts der Fähigkeit der Psyche, künstliche Gebilde zu erzeugen, untersucht. Es wird zur Debatte gestellt, daß neurotische Übertragung einen unbewußten Versuch darstellt, eine idiosynkratische Polis, eine Idiopolis, zu schaffen, um in ihr zu leben. Die Lösung der Übertragung erfolgt, weil der Analytiker zum Bürger der Idiopolis ernannt wird, den Idiolekt (die Sprache der Idiopolis) gelernt hat und die fundamentalen Konflikte innerhalb der Idiopolis und ihre dynamische Basis im Idiolekt ausdrücken kann. Eine neurotische Welt kann eine solche interne Erkenntnis nicht überleben.