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Heisterkamp macht auf das in der Psychoanalyse stiefmütterlich behandelte Thema der Freude aufmerksam und versucht, ihr den gebührenden Platz einzuräumen. Das Gefühl der Freude ist dem Autor zufolge das Komplement zur Angst: während die Angst die Strukturierungsnöte des Seelischen darstellt, ist die Freude Ausdruck aller gelingenden (Um)Strukturierungen und des Neubeginns. In einer empirischen Untersuchung, in der fünf deutschsprachige psychoanalytische Zeitschriften des Jahres sowie mehrere Kurzbiographien von Psychoanalytikern einer Inhaltsanalyse unterzogen werden, geht der Autor der Frage nach, in welchem Umfang Phänomene der Freude in psychoanalytischen Publikationen Berücksichtigung finden. Heisterkamps Stichprobe ergab, daß freudige Phänomene in Zeitschriftenartikeln extrem selten beschrieben sind, während Psychoanalytiker sich in ihren Biographien deutlich emotionaler ausdrücken.