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Ungeachtet ihrer Verdienste zur Vertiefung der Autorenbiographie, zur Erhellung von literarischen Figuren und Rezeptionsprozessen, ist die psychoanalytische Beschäftigung mit Literatur und Kunst immer wieder dem Verdacht des Reduktionismus ausgesetzt, zumal dem, die ästhetische Form des jeweiligen Kunstwerks außer acht zu lassen. Küchenhoffs psychoanalytische Deutung von Melvilles Moby Dick steht unter der leitenden Frage nach dem Verhältnis von Selbstfürsorge und Selbstzerstörung zu Identitätsbildungsprozessen. Deren Relevanz wird bis in die formale Struktur des Romans aufgewiesen, die ihrerseits wieder Rückschlüsse auf Identitätsbildungsprozesse in der modernen Gesellschaft zuläßt.