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Es ist zu begrüßen, daß die Redaktion der PSYCHE beschlossen hat, der Disputation mehr Raum als bisher zu geben. Michael Ermann, Otto Kernberg und Heinz Weiß ist vorweg dafür zu danken, daß sie meine Arbeit bewertet haben.
So erfreulich Gemeinsamkeiten sind, so muß es doch in erster Linie um die Klärung strittiger Punkte gehen. Zustimmung und Kritik sind in den Kommentaren recht unterschiedlich verteilt. Zwischen Ermanns Position und meiner Einschätzung des psychoanalytischen Pluralismus gibt es kaum Unterschiede. Ich habe seinen Ausführungen also wenig hinzuzufügen.
In Kernbergs Kommentar überwiegt die Übereinstimmung. Seine Einstellung zur »technischen Neutralität« und zur »Selbstenthüllung« gibt mir jedoch eine willkommene Gelegenheit, meine Gegenposition schärfer zu kennzeichnen. Weiß hat aus kleinianischer Perspektive besonders viel zu kritisieren, so daß mir eine Erwiderung nicht erspart bleibt. Da es mir in dieser Entgegnung vor allem um die Diskussion von Differenzen geht, treten bestehende Übereinstimmungen in den Hintergrund.
Vom Reichtum psychoanalytischer Ideen und vom klinischen Erfahrungsschatz, den jede Generation sich mühevoll aneignen muß, bin auch ich immer wieder beeindruckt. Ermann und Kernberg unterstützen meine Einstellung zum Subjektivismus und Pluralismus und meine Kritik an exzessiven Gegenübertragungsbeschreibungen. Im Gegensatz zu der Meinung von Weiß teile ich die Auffassung von Ermann, daß wir uns in einer Phase postmoderner »Beliebigkeit« befinden, die Widersprüche verharmlost oder ignoriert. Daß psychoanalytische Erkenntnisse vielfach aus höchst persönlichen Erfahrungs- und Denkprozessen hervorgehen, bleibt von dieser Kritik unberührt. Um zur wissenschaftlichen Erkenntnis zu werden, müssen sich persönliche Erfahrungen freilich im Diskurs der vergleichenden Psychoanalyse argumentativ und empirisch ausweisen.
Weit davon entfernt, die Psychoanalyse zu einem einheitlichen Gebilde machen zu wollen, irritiert mich d