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Wallersteins Buch handelt im wesentlichen von der Laienanalyse, soweit der Autor ihre Geschichte miterlebt hat. Die ganze Erzählung ist autobiographisch gerahmt. Sie beschränkt sich nach einer wenig intensiven historischen Einleitung auf die USA. Im Zentrum steht der Gerichtsprozeß von 1985-1988, der in Amerika den Zugang von Nicht-Medizinern zur Psychoanalyse erzwang und den Wallerstein als IPV-Präsident mitführen mußte. Für deutsche Leser, denen diese inneramerikanische Auseinandersetzung fremd erscheinen mag, gewinnt die Koda über die Aufnahme einiger nicht-ärztlicher Gruppen in die IPV eine überraschende Aktualität, weil sie viele Parallelen zur heutigen Annäherung der DPG an die IPV aufweist.
Der klassische Streit um die Laienfrage endete bekanntlich damit, daß die American Psychoanalytic Association (APA) nach 1945 eine privilegierte Autonomie in der IPV erlangte und in ihrem Bereich das Prinzip ärztlicher Vorbildung durchsetzte. Für die psychoanalytische Ausbildung von Nicht-Ärzten entstanden unabhängige Institute, vor allem in New York. Innerhalb der APA wurde auf zwei Ebenen versucht, das Laientabu zu ermäßigen. Zum einen führte man ab 1956 Ausnahmeregelungen für Forscher aus Nachbargebieten ein. Die Absolventen dieses Training for Research mußten sich verpflichten, nicht in die analytische Praxis zu gehen. Ab 1975 wurde generell die Frage wieder aufgeworfen: »How can we justify not taking nonphysicians into training?« (S. 113) Ein erstes Komitee setzte sich nach fünfjähriger Arbeit für die Zulassung promovierter Psychologen ein, ein zweites bestätigte die Feasability nicht-ärztlicher Ausbildung, ein drittes blieb sich über die Desirability unschlüssig, ein viertes konstatierte 1984 den fehlenden Konsens in der APA, woraufhin das Thema ad acta gelegt wurde.
»But by this time«, so Wallerstein (S. 130), »the American [=APA] was no longer the sole actor on this stage.« Seit 1979 bestand im amerikanischen Psychologenverband eine Abteilung für Psychoanalyse, deren