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Die Autorin diskutiert vor dem Hintergrund der Annahme von der grundsätzlichen bisexuellen Disposition des Menschen das vorherrschende Bild weiblicher Homosexualität in der Psychoanalyse. Dieses Bild ist weitgehend, auch bei feministisch orientierten Analytikerinnen, negativ getönt, wie in der Gesellschaft insgesamt. Aus der Erörterung diverser Fälle »lesbischer« Patientinnen von verschiedenen Analytikerinnen (McDougall, Halenta, Siegel, Kestenberg) und in Kontrastierung mit eigenen Fällen kommt die Autorin zu den Schlußfolgerungen, daß Homosexualität keiner zu vereinheitlichenden Gruppe von psychischen Strukturen entspricht; die Wahl des Liebesobjekts kein trennscharfes Kriterium zur Unterscheidung konsistenter Gruppen darstellt; Homosexualität vielmehr eine Möglichkeit innerhalb der Breite eines sexuellen Kontinuums bildet, die in unterschiedlichen Lebensphasen zur Bewältigung diverser Lebensprobleme genutzt wird.