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In Alfred Lorenzers Werk nimmt der Begriff des Symbols einen zentralen Stellenwert ein: Das Symbol bildet das Gelenkstück zwischen individueller und sozialer Struktur. Schmid Noerr faßt zunächst Freuds Symboltheorie zusammen und beschreibt die doppelte Herkunft des Symbolbegriffs aus den frühen Hysterie-Arbeiten und der Traumdeutung. Anschließend stellt er Lorenzers Versuch dar, diese alte psychoanalytische Symbolauffassung als Teilaspekt einer umfassenderen Theorie der Symbolbildung zu integrieren: Lorenzer entwickelt seine Theorie der Interaktionsformen und der Symbolbildung, der zufolge bereits im embryonalen Stadium bestimmte Interaktionsformen sich herauszubilden beginnen, die sich später zu symbolischen Interaktionsformen weiterentwickeln. Wichtigste Symbolform ist bei Lorenzer die Sprache, neben die »sinnlich-symbolische Interaktionsformen« treten, was eine Unterscheidung von präsentativen und diskursiven Symbolen (Susanne Langer) ermöglicht. Schmid Noerr macht auf gewisse Inkonsistenzen und Unklarheiten in Lorenzers Definition diskursiver und präsentativer Symbolik aufmerksam, die mit partiellen Verhaftungen in der traditionellen psychoanalytischen Theorie der genetischen Vorgängigkeit des Primärprozesses gegenüber dem Sekundärprozeß zusammenhängen. An Heines Gedicht der Lorelei exemplifiziert der Autor sein Anliegen.