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Persönliche Objekte können dazu dienen, »psychosoziale Übergänge zu erleichtern« (S. 479). Dies ist eine der Kernthesen des Buches von Tilmann Habermas, das sich aus soziologischen, psychoanalytischen, entwicklungs- und sozialpsychologischen Perspektiven heraus mit der Frage beschäftigt, welche Funktionen Objekte für das Individuum haben. Habermas entfaltet zunächst die Aspekte, die überhaupt als Funktionen gelten können, um sie schließlich als Funktionen vor allem geliebter, sogenannter persönlicher Objekte ausweisen zu können. Er tut dies in Form einer Taxonomie, die er alternativ zu den wenigen bisher bestehenden Taxonomien persönlicher Objekte vorschlägt, und es gelingt ihm, die Kategorie persönliche Objekte als eine distinkte Klasse von Phänomenen zu umreißen.
Was sind zunächst persönliche Objekte? Habermas umschreibt sie zu Beginn als »Lieblingsdinge« einer Person (S. 9), wobei im Laufe der Argumentation erhellt, daß Dinge hier nicht wie sonst oft in der Psychologie als asoziale gelten, sondern als sozial begriffen werden müssen. Eine der elementaren Vorannahmen, die Habermas macht, ist, daß Dinge Bedeutung haben. Sie reizen nicht allein wegen ihres physischen Aufforderungscharakters zum Handeln an, sondern vor allem durch ihre kulturell geteilte Bedeutung. Meist sind sie Artefakte und so, qua ihres Eingebettetseins in Kultur, stets bedeutungshaltig — entweder rein praktisch oder symbolisch. Sie haben eine mindestens zweifache Funktion: ihre Bedeutung für die Person selber und ihre Bedeutung für Andere, beispielsweise indem sie die Person über den Besitz des entsprechenden Objekts öffentlich charakterisieren. Habermas wendet sich insgesamt in seinem Buch gegen das verbreitete Klischee, persönliche Objekte dienten Menschen bloß als (kümmerlicher) Ersatz für Liebe und Nähe, welches fast automatisch dazu führe, daß mit Urteilen wie Regression oder infantilem Charakter hantiert werde. Im Gegensatz dazu will Habermas der subjektiven Bedeutung von Objekten den Charak