You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die auf Franz Alexander zurückgehende sogenannte Spezifitätshypothese, der zufolge zwischen einem spezifischen Konflikt und dem ausgelösten psychosomatischen Symptom eine feste Korrelation im Sinne einer Kausalkette besteht, ist seit den fünfziger Jahren häufig kritisiert und widerlegt worden. Anhand eines Fallberichts über einen Neurodermitis-Patienten sowie einschlägiger Literatur zeigt Eichinger, daß auf der Grundlage der Selbst- und Objektbeziehungstheorie ein hohes Maß an Übereinstimmung zwischen körperlichem Symptom und psychischem Konflikt erkennbar und somit die Spezifitätshypothese haltbar ist. Eichinger sieht die Spezifität in seinem Fallbeispiel im Fortbestehen und Festhalten an der unbewußten Phantasie einer gemeinsamen Haut mit dem Objekt begründet, auf der Selbst und Objekt ununterscheidbar miteinander verschmolzen repräsentiert sind.