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Suchtkranke treffen in der Gesellschaft wie in der Psychoanalyse in besonderem Maße auf Ablehnung. Sie gelten als weitgehend therapieresistent. Diese negative Einschätzung von Suchtpatienten liegt der Autorin zufolge in der negativen Gegenübertragung des Behandlers begründet. In ihrer Analyse verschiedener typischer Gegenübertragungsreaktionen auf Alkoholkranke sowie ihrer Auswirkungen auf den Therapieverlauf und der Gruppenprozesse in der Suchtklinik als Institution zeigt die Autorin, daß Wahrnehmung, Reflexion und Umsetzung der negativen Gegenübertragung im gesamten Behandlungsgeschehen unabdingbar sind, um der Gefahr der Ablehnung des Suchtkranken im Sinne einer Wiederholung seiner bisherigen Lebenserfahrungen entgegenzuwirken.