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Zwischen dem sogenannten »objektiven« Denken der Naturwissenschaft und dem sogenannten »subjektiven« Denken der Geisteswissenschaften klafft eine Lücke, in der der Mensch als solcher verschwindet und in seiner Lebenswirklichkeit unkenntlich wird. Das vorliegende Buch ist ein begrüßenswerter Beitrag zur Gewinnung eines realistischen Menschenbildes. Bereits Viktor von Weizsäcker hat die Einführung des Subjekts in die Medizin gefordert. Ohne dies zu berücksichtigen, kann eine Wissenschaft vom Menschen nicht beanspruchen, als »objektiv« zu gelten. Die Studie des Autors behandelt den Plötzlichen Kindstod. Dieser ist bis heute ein Rätsel in der Kinderheilkunde geblieben. Denn selbst die Obduktion hat die Todesursache nicht klarstellen können: Zwischen dem 1. und 9. Lebensmonat, also in einer Phase, wo das Kind nicht mehr ganz klein ist, aber auch noch nicht sprechen kann, tritt aus scheinbar voller Gesundheit im Schlaf der