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Christiane Ludwig-Körner, Professorin an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Sozialwesen, stellt das Leben und Wirken von sechzehn Frauen vor, die in der Geschichte der Psychoanalyse in Berlin eine Rolle spielten, ohne daß sie zu den großen Namen unseres Berufsfelds gehören. Alle diese Frauen waren natürlich lokal bekannt, nicht als Funktionsträger oder ihrer Publikationen wegen, sondern dadurch, daß sie, wie die Autorin schreibt, »stille Arbeit« leisteten, das heißt: Patienten behandelten und teilweise auch den Nachwuchs ausbildeten. Ludwig-Körner verschafft ihnen nun nachträglich ein Stück öffentlicher Anerkennung. Darüber freut man sich als Leser und besonders als Leserin und beginnt neugierig in dem Buch zu blättern, wobei als erstes die vielen Photographien auffallen. Jede einzelne der sechzehn Biographien wird mit mehreren, häufig recht privaten Fotos aufgelockert, was die Lektüre von vorneherein erleichtert. Die Bilder sind ästhetisch reizvoll angeordnet (man merkt die Mithilfe des Fachbereichs Design) und zeigen die Protagonistinnen oft von einer eher privaten Seite. Vielleicht haben Fotos von Psychoanalytikerinnen ja auch einen besonderen Reiz, weil sie, wie es scheint, gegen die Regel verstoßen, die Person des Analytikers möge nicht zu deutlich sichtbar werden.
In Abstimmung mit ihrem Tätigkeitsfeld und wohl auch mit den Geldgebern des Projekts wollte Ludwig-Körner nur Laienanalytikerinnen, d. h. Nicht-Ärztinnen, vorstellen. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl war der Ort der Ausbildung: die Frauen sollten sich in Berlin einer analytischen Ausbildung unterzogen haben. Hinsichtlich der Schulzugehörigkeit beschränkte sich Ludwig-Körner nicht auf nur eine Richtung und nahm sowohl Freudianerinnen und Jungianerinnen als auch Neopsychoanalytikerinnen in ihre Sammlung auf, die sie allesamt in einem weiten Sinn als Psychoanalytikerinnen bezeichnet. Daß auch zwei Frauen mit einer Biographie bedacht werden, die sich nie einer regulären psychoanalytischen Aus