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Es hat in der Geschichte der Psychoanalyse vereinzelt Persönlichkeiten gegeben, die im erkennbaren, bewußt gewählten Widerspruch zum vorherrschendem psychoanalytischem »mainstream« standen. Alexander Mitscherlich und Paul Parin, aber auch Bruno Bettelheim stehen hierfür. Neben diesen ist in der Öffentlichkeit vor allem Horst-Eberhard Richter bekannt. Durch sein Engagement für soziale Minderheiten sowie für die Friedensund Ökologiebewegung löste Richter die Psychoanalyse aus ihrer »klinischen Nische«. Zugleich wurde Richter, beginnend mit Eltern, Kind und Neurose () und Patient Familie (), zu einem öffentlichkeitswirksamen Botschafter der Psychoanalyse. Aus Anlaß seines 75. Geburtstages ist ein voluminöser, 570 Seiten umfassender Sammelband erschienen, in dem die vielfältigen fachlichen und persönlichen Spuren seines Wirkens nachgezeichnet werden. 66 Autoren aus dem psychoanalytischen, kulturellen und politischen Spektrum haben durchgängig gut lesbare Beiträge beigesteuert, wobei E. Bahr, S. Heym, O. Lafontaine, M. Mitscherlich,