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Dieses Buch von Christopher Bollas ist 1987 auf englisch erschienen. Beeinflußt ist der Autor von Winnicott, Masud Khan, Paula Heimann, Marion Milner, aber auch sehr stark von Bion, um nur einige wenige zu nennen. Zwei seiner drei Analytiker waren Masud Khan und Adam Limentani. Er fühlt sich der britischen Objektbeziehungspsychologie verpflichtet. Vielleicht aber sind solche Einordnungsversuche bei Bollas wenig sinnvoll. Bollas ist Bollas, und das will er auch sein.
Der Titel seines Buches bezieht sich auf das bekannte Freud-Zitat aus »Trauer und Melancholie«. Bollas möchte darstellen, wie unsere Objekterfahrungen in der frühen Entwicklung sich in späteren Beziehungen, aber vor allem in Psychoanalysen niederschlagen. Dazu prägt er den Begriff des »Unthought Known«, des »ungedachten Bekannten«. Das ungedachte Bekannte ist »ein Wissen, das in Träumen oder Phantasien noch keinen Niederschlag gefunden hat, weil es noch nicht ins Mentale umgesetzt worden ist« (S. 255). Ein Teil entspricht dem primär verdrängten Unbewußten. Vor allem betrachtet Bollas das unbewußte Ich selbst als eine Erinnerung an die Ontogenese, als ein Produkt des Zusammenspiels von ererbter Disposition und mütterlichem Prozeß. Die Mutter ist »für das Kind nicht so sehr als Objekt, sondern eher als ein Prozeß, der mit kumulativen inneren und äußeren Umwandlungen zusammenfällt, bedeutsam und wahrnehmbar« (S. 25). Einerseits ist das ungedachte Bekannte das Wissen des wahren Selbst und somit angeboren. Wieviel jedoch von diesem Wissen angewandt und ins Sein des Subjekts eingebracht werden kann, hängt von den frühen Erfahrungen mit den ersten Bezugspersonen ab. Das ungedachte Bekannte besteht demnach nicht nur aus dem Wissen des wahren Selbst, sondern auch aus dem Wissen, das dem Kind in dem Prozeß seiner Erziehung durch die Fürsorge seiner frühen Bezugspersonen in einem Handlungsdialog — sozusagen als Prozeßwissen — vermittelt wird. Im hervorragenden Epilog des Buches, mit dem es sich lohnt zu beginnen, sc