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Schon der Titel weckt Interesse: Handelt es sich doch bei Jacques Derrida um einen der berühmtesten Zeugen jener legendären Denktradition, die neben Nietzsche und Marx vor allem Freud als einen Ahnherren der Umwertung aller philosophischen Werte entdeckt hatte. Insofern liest sich auch der Titel der jetzt auf deutsch erschienenen Aufsatzsammlung doppelt: nämlich als Votum gegen das Vergessen in der gegenwärtigen philosophischen Diskussion und für die Erinnerung an die vor dreißig Jahren genau in diesem kritischen Sinne vollzogene Rezeption der Psychoanalyse.
Entsprechend verfolgen die hier zusammengestellten Texte Derridas zwei thematische Motive. Sie greifen zum einen die Kontroversen von damals — vor allem mit Jacques Lacan und Michel Foucault — wieder auf, und sie fragen nach der gegenwärtigen Bedeutung des Freudschen Analysekonzepts nicht zuletzt für das, was Derrida in seiner eigenen Philosophie als »Dekonstruktion« bezeichnet. Drei Fragestellungen sind dabei leitend: die der Bedeutung von Freuds Unbewußtem für die philosophische Theorie des Subjekts im Sinne einer »narzißtischen Kränkung« der uneingeschränkt herrschenden Vernunft; sodann die am Beispiel von Lacans sogenannter