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Die Reaktionen der Opfer des Holocaust sind nicht verallgemeinerbar, da individuelle Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensmuster je unterschiedliche Erlebnisweisen bewirkten. Der Autor geht der Frage nach, welche Faktoren dafür verantwortlich waren, daß einige KZ-Opfer einen gewissen Optimismus und Eigeninitiative bewahren konnten, während andere sich selbst aufgaben: Die subjektive Beurteilung von Hilflosigkeit in einer traumatischen Situation führt dazu, daß die Furcht in eine katatanoide Reaktion übergeht, die den traumatischen Zustand mit progressivem Verlauf einleitet. Das Opfer reagiert automatenhaft auf Befehle, bis es schließlich kapituliert und sich aufgibt. Die wichtigste Stütze, Extremtraumatisierung zu überleben, sieht Krystal in einer frühkindlichen Allmacht, die das Individuum mit einer innerpsychischen Widerständigkeit und Liebesfähigkeit ausstattet, die es in sich verwahrt, an andere weiterzugeben vermag und so die traumatische Situation überlebt.