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Anhand des Identitätsbegriffs unternimmt der Autor den Versuch, die unbewußten präödipalen Verbindungen zwischen der individuellen Kernidentität und der Großgruppenidentität herauszuarbeiten. Unter Großgruppenidentität versteht Volkan in Anlehnung an Erik H. Erikson die subjektive Erfahrung vieler Menschen, die durch ein Gefühl der Unverwechselbarkeit miteinander verbunden sind. Psychische Repräsentationen gemeinsamer historischer Ereignisse, konzipiert als »geeignete Speicher«, als »auserwählte Ruhmestaten« und »auserwählte Traumata«, als »transgenerationelle Weitergabe« und »Zeitkollaps«, bilden die Markierungen der Großgruppenidentität. Der Autor exemplifiziert seine Vorstellungen am Beispiel der kollektiven psychischen Repräsentation der »auserwählten Ruhmestaten« und des »auserwählten Traumas«.