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Statt im Konflikt zwischen Liebe und Haß, sieht der Autor im ambivalenten Verhältnis von Haß und Ressentiment einen zentralen Auslöser für Selbstquälerei und Rache an den Objekten, für Melancholie und Zwangsneurose. Während Haß eine wesentliche Komponente von Trennung und Individuation und einen wichtigen Faktor im Trauerprozeß darstellt, unterbricht das Ressentiment die Konfrontation im Generationenkonflikt und hemmt die Trauer. Das hat Auswirkungen sowohl auf das Zeiterleben des betroffenen Subjekts als auch auf die Konfiguration der jeweiligen Objektbeziehungen. Darin spielt die rückfordernde Identifizierung, in der das Subjekt zum Träger elterlicher Racheimpulse wird, eine zentrale Rolle.