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Anhand wesentlicher Passagen eines Interviews mit einer Angehörigen der Zweiten Generation thematisiert der Autor zunächst Inhalte der Auseinandersetzung um die Tradierung des Traumas der nationalsozialistischen Judenvernichtung, um dann verschiedene Rationalisierungsstrategien der NS-Verfolgung herauszuarbeiten: ein vermeintlich auf »beiden Seiten« existierender »Pakt des Schweigens«, eine Gleichsetzung von Opfern und Tätern, die Konstruktion einer »Komplizenschaft« zwischen Tätern und Opfern, eine angebliche Verwandtschaft von Tätern und Opfern, der Versuch einer »Therapeutisierung« des Nazi-Traumas sowie eine »Psychologisierung« der Realität. Ausführungen zum Sprechen von Überlebenden und zur Überschätzung des Verbalen führen schließlich zu Überlegungen über den Modus der Tradierung des Traumas der nationalsozialistischen Judenvernichtung in Überlebenden-Familien.