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»Wenn Sie sich auf dieses Buch einlassen, werden die Geschichten von Gabrielle, Rachel, Kay, Isaac und Sara Sie fesseln und tiefe Spuren hinterlassen, die sich in lange anhaltende Narben verwandeln. Wenn Sie mit der Lektüre zu Ende gekommen sein werden, so werden Sie in der »Milch der Menschlichkeit« auch Trost und Beruhigung finden«, schreibt Janine Chasseguet-Smirgel am Ende ihres Vorworts.
Dieser Einschätzung kann nur zugestimmt werden: Die Schicksale und Neurosen, die Ilany Kogan beschreibt, sind ein weiteres Beispiel dafür, was Kinder immer und unter allen gesellschaftlichen Umständen und Gegebenheiten von ihren Eltern übernehmen können. Nicht die Tatsache der Übernahme der schweren Traumatisierung der Eltern und insbesondere der durch den Holocaust traumatisierten Eltern ist neu, sondern die besonderen Inhalte jener Traumatisierung sind es, die die acht Fallberichte der Angehörigen der Zweiten Generation der Holocaust-Opfer zu einem weiteren erschütternden psychohistorischen Dokument machen.
Und es sind auch nicht nur die Inhalte: die Art und Weise, wie es Ilany Kogan gelingt, mit den in einigen Fällen primär und sekundär schwerst traumatisierten Patienten zu arbeiten, trotz des sich ihr zuweilen aufdrängenden Gefühls der Gegenübertragung, hier niemals erfolgreich sein zu können, verdient höchsten Respekt. Dies meint