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Vor dem Hintergrund einer Problematisierung des Konzepts der Grundgefühle werden Konstrukte zum Scham- und Neidaffekt vorgestellt, jeweils unter einer phänomenologischen und einer psychodynamischen Perspektive. Beide Affekte werden zu dem Bereich der Idealität in Beziehung gesetzt: Während der potentiell progressive, die Identität schützende Schamaffekt sich manifestiert, wenn das Subjekt aus einer phantasmatischen Übereinstimmung mit seinem Gegenüber herausgefallen ist, ist der Neidaffekt durch das Bestreben gekennzeichnet, einstige Zugehörigkeiten regressiv wiederherzustellen. Abschließende wissenschaftstheoretische Überlegungen gelten der Validität von Theoriebildung und der Prüfbarkeit der vorgestellten Konstrukte.