You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Aus Anlaß von Hanna Segals 80. Geburtstag hat Heinz Weiß in der Würzburger Residenz eine Tagung ausgerichtet, die einem der zentralen Themen im Werk Hanna Segals gewidmet war, nämlich: Ödipuskomplex und Symbolbildung. Das gleichnamige Buch enthält alle Vorträge in der ausführlichen Textfassung und ist durch informative Abbildungen ergänzt.
Im einleitenden Kapitel, »Versionen der Ödipussituation«, würdigt Heinz Weiß zunächst das wissenschaftliche Werk Hanna Segals und rückt ihre Arbeiten über die Symbolisierungsvorgänge ins Zentrum der Betrachtung. Hanna Segal halte es für einen der bedeutsamsten Aspekte der depressiven Position, daß die Anerkennung der Mutter als getrennter Person zugleich die Anerkennung des Vaters als ihres Partners bedeutet, nicht als eines Teil-Objektes, das als ihr Besitz erlebt wird, oder als ein Objekt, das mit ihr verschmolzen ist. Der trianguläre Raum zwischen Vater, Mutter und kindlicher Psyche stelle eine Grundbedingung aller Denk- und Symbolisierungsprozesse dar, in denen Getrenntheit anerkannt werden könne