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In diesem in internationaler Zusammenarbeit entstandenen Werk wird die wichtige Frage, wie sich psychoanalytisches Denken und Wirken mit der oft schroff gegensätzlichen Realität in Anstalten und Polikliniken verbinden lasse, aus unterschiedlicher Warte und in bezug auf ein breites Spektrum psychischer Störungen ausführlich und eindrücklich behandelt.
In ihrer Einführung stellt Julia Pestalozzi die Hauptinhalte der elf Beiträge konzis dar. Trotz der schweren Rückschläge, die die psychodynamische Psychotherapie im heutigen, ganz auf Kosten- und Aufwandbeschränkung versessenen Betrieb erleiden, stellen die von psychoanalytischem Denken durchdrungenen Institutionen »ein einzigartiges Potential für menschliches Wachstum und menschliche Reife« bereit; die Ethik im ständigen Prüfen von Übertragung und Gegenübertragung dient der Vermenschlichung des Anstaltslebens und der Wiederherstellung der Würde der Patienten (S. XXX).
Was diesen Sammelband mit seinen zumeist relativ kurzen Artikeln für mich besonders anziehend macht, ist die Verbindung von theoretischen Ausführungen mit interessanten und